• Susan Tewes

Tip für Aussteiger: Bounty Meuterer suchen neue Insel-Mitbewohner



Schon Tage bevor wir die Insel Pitcairn erreichen, gibt es kein anderes Thema mehr, als die Geschichte von der “Meuterei auf der Bounty”. Denn was macht die Insel so besonders ? Auf dieser Insel leben Heute noch die Nachfahren der Meuterer des Segelschiffs Bounty. Wer kann es den Seeleuten verdenken, dass sie nach einem langen Aufenthalt auf Tahiti nicht wieder ins verregnete England zurück wollten? Ich kann das verstehen 😁☀️ Nach Meuterei und Übernahme des Schiffs am 28. April 1789 ließen sich die acht britischen Seemänner mit 18 polynesischen Männern und Frauen auf Pitcairn nieder. Elf Jahre später blieb als einziger erwachsener Mann der ehemalige Matrose John Adams übrig, zusammen mit zehn Polynesierinnen und 23 Kindern, nachdem sich die anderen alle gegenseitig umgebracht hatten. Die Bounty wurde in Brand gesteckt und liegt seitdem auf dem Grund der Bounty Bay. Wir ankern hier, keine 500 m vom Wrack entfernt.


Das Eiland gehört zwar zu Großbritannien, doch es liegt isoliert mitten im Südpazifik, rund 5700 Kilometer von Südamerika entfernt. Zur Zeit suchen die ca. 50 Pitcairn Bewohner noch neue Mitbewohner. Land gibt es umsonst.... wer hat Lust? Man sollte jedoch wissen, dass es Strom nur 2x am Tag, für je 2 Stunden gibt. Die Straßensteigung (der einzigen Strasse auf der Insel) 17grad beträgt und ein Versorgungsschiff nur alle 3 Monate vorbei kommt.

Wir sind auf jeden Fall total gespannt. Der Kapitän sagt schon Tage vorher, dass die Wahrscheinlichkeit an Land zu gehen sehr gering sei. Es gibt keinen richtigen Hafen der einen sicheres Anlanden der Tenderboote gewährleisten würde. Und so kommt es dann auch, dass auch wir auf dem Schiff bleiben und nicht zu den wenigen Menschen gehören, die sagen können, sie hätten jemals einen Fuss auf diese berüchtigte Insel gesetzt. Dafür kommen die Einheimischen zu uns .... gebannt stehen wir an der Reling und beobachten das Schauspiel. Sie müssen den richtigen Moment abpassen, um von ihrem Holzboot auf unsere Tenderplattform zu springen. Das Schiffsdeck wird derweil in einen Markt umfunktioniert. Schnell sind die Verkaufsstände aufgebaut und jeder Pitcairn Einwohner präsentiert stolz, seine in handwerksarbeit hergestellten Produkte. Von Schmuck bis Holzschüsseln und Bastkörben ist alles dabei. Es freutmich, dass wir mal keine Massenware aus China angeboten bekommen. Was für eine Seltenheit auf dieser Weltreise.


Am Ende überraschte uns der Kapitän noch mit einer Umrundung der Insel. So haben wir sie von allen Seiten sehen können. Auch ohne Landgang kann ich nur sagen, dass diese Insel, mit ihren sehr sympathischen Einwohnern, einen sehr bleibenden Eindruck hinterlassen hat.




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